Mit der tollen Knolle durch das Bioland-Kartoffeljahr

Winter: Pflanzgut richten

Unser badisches Kartoffeljahr beginnt im Januar, wenn wir unser Kartoffelpflanzgut bestellen. Dabei beziehen wir nur Bioland-Pflanzkartoffeln. Die Frühkartoffeln werden in kleine Kunststoffkisten gefüllt, worin sie dann zum Vorkeimen wohltemperiert und belichtet auf die Auspflanzung warten.

Wir verwenden Kartoffelsorten die besonders gut für den ökologischen Landbau geeignet sind. Hierfür sind gesunde Sorten hilfreich, welche gegen Krankheiten unempfindlich sind. Inzwischen kann ein Kartoffelbauer unter einer Vielzahl von Sorten wählen.

Beim Testessen im Herbst versuchen wir, neue Sorten der ballasttoffreichen, fettarmen Sattmacher für unsere Kunden zu entdecken.

April: Die Aussaat

Der im Herbst gepflügte Acker wird im Frühjahr dann 2 bis 3 mal abgeegt bis dann im Laufe des April nach und nach alle späteren Sorten der Härdepfel in die Erde gebracht werden. Die Saatknollen sind etwa 20 cm mit Erde bedeckt, das ermöglicht eine bessere Wasserversorgung und beugt Staunässe vor.

Damit wir den Kartoffeln immer den perfekten Acker bieten können, rotieren die Kulturen, so sind die Knollen erst alle fünf Jahre wieder auf demselben Acker anzutreffen.

Für Frühkartoffeln findet die Aussaat je nach Witterung schon zwischen Ende Februar und Anfang März statt, damit sie Juni/Juli geerntet werden können.

Blüte an Pfingsten

Bei den im Mai gepflanzten Sorten zeigt sich das Laub schon nach zwei bis drei Wochen und um Pfingsten erscheinen die Blüten. Diese sind weiß oder bei rotschaligen Kartoffeln hübsch rosa getönt. Ein geschulter Blick kann die verschiedenen Sorten an den Blüten und ihrem unterschiedlichen Laub erkennen. Da die Kartoffeln Nachtschattengewächse sind, gleichen die Blüten der beliebten Zierpflanze Sommerjasmin, Solanum jasminoides.

Sommer: Hegen und Pflegen

Über die Sommermonate werden alle Kartoffelfelder sorgfältig gepflegt und bei Bedarf bewässert. Im Bio-Landbau wird auch eine Pflanzenschutzspritze benötigt. Wir spritzen biologische Präparate gegen den Kartoffelkäfer und - vorbeugend gegen die Kraut- und Knollenfäule - eine geringe Menge an Kupfer.

Alle weiteren Maßnahmen gegen Beikraut erfolgen mit der Hacke, um die guten Bodenstrukturen, das Bodenleben und das Grundwasser gesund zu erhalten. Dazu trägt auch die Verwendung von weiteren traditonellen Arbeitsgeräten wie Striegel und Kartoffelhacke bei. Somit schaffen wir immer beste Voraussetzungen damit sich unsere Kartoffeln wohlfühlen.

Bei unseren zur Zeit immer heißer und trockener werdenden Sommern ist es wichtig, den Kartoffelknollen ein Zeichen zu geben, wann sie mit der Ausreife beginnen sollen. Deshalb wird Anfang August das Laub abgemäht, um die unterirdischen Wachstumsprozesse in Gang zu bringen, damit wir schöne gleichmäßige Kartoffeln ernten können.

Erntezeit

Ende August bis Ende September fahren wir mit dem Roder auf’s Feld zur Ernte. Schließlich sollen vor allem die frühen Sorten, so lange sie noch losschalig sind, ganz frisch beim Verbraucher ankommen.

Dann wandern alle Kartoffeln, die nicht zum direkten Verkauf bestimmt sind, in unser Kisten-Kühllager. Sie werden dort nach schonender Vor-Sortierung in Großkisten aus Holz gefüllt, welche je 800kg fassen. Von denen werden dann drei bis vier übereinander gestapelt, bis jede Kühlzelle gefüllt ist. Unser Vorrat reicht aus, um unsere Kunden bis zur neuen Ernte mit unseren leckeren und gesunden Kartoffeln zu versorgen.

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Im Badischen werden Kartoffeln

auch Krumbeere, Grumbiere oder Härdepfel genannt.

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